Über Sorge & Reproduktion – Über Patriarchat & Kamptalismus – Redebeitrag 8. März

 
Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen, 
 
es war in vierlerlei Hinsicht ein Scheißjahr. Ein Scheißjahr besonders für Frauen und Queers, für Migrant*innen, für Lohnabhängige, und für linke Aktivist*innen. Die organisierte Traurigkeit dieser Welt hat sich gesteigert und eindrücklich gezeigt, dass sie nicht nur in Widerspruch zum guten Leben steht, sondern oft genug auch zum Überleben schlechthin. 
 
Durch die Covid-19-Pandemie ist ein Sonderzustand eingetreten. Dieser aber hat einiges sichtbar werden lassen, was schon im Normalzustand der kapitalistischen und patriarchalen Gesellschaften der Fall war. 
 
 
 

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Grußwort der antifa [w] an die Demo gegen die ZUE in Münster

Täglich werden in Wien, in Österreich und anderen Orten Europas Menschen aus ihrem Alltag und ihren Beziehungen gerissen. Viel zu oft geschieht dies unbemerkt, weil ihre Isolation durch rassistische Asyl- und Migrationsgesetze, durch Lagerunterbringung und migrationsfeindliche Rhetorik, funktioniert. Weil sie sich häufig in irregulären Arbeitsverhältnissen befinden, in denen es schwierig ist, auf Rechte zu beharren und weil ihre Teilhabe an der Gesellschaft schlichtweg prekär bleibt. Weil ihr Aufenthalt häufig nur geduldet wird, wenn sie ökonomisch verwertbar sind oder der Ankunftsgesellschaft sonstige Vorteile erbringen. Aber auch hier gibt es keine Garantie. Die Abschiebemaschinerie operiert häufig willkürlich und intransparent. Dies ist eine Quelle erheblicher Unsicherheit, in der es unmöglich ist, ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.

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Rede auf der Demo: Gegen das System von Ausgrenzung, Abschottung, Abschiebung!

“Die Abschaffung des Asylrechts, die Verstärkung der Grenzen incl. Grenzschutz, […] die Errichtung rassistischer Barrieren im Landesinneren gegen „kriminelle Ausländer“ usw. hat  Hochkonjunktur. Jeder Mord, jeder Angriff auf Migrant*innen und Flüchtlinge, jedes faschistoide und rassistische Gesetz ist ein Sandsack mehr zur Verstärkung der rassistischen Deiche am Rande und im Innern Deutschlands. Es ist die Voraussetzung für das Deutschwerden der Einheimischen (nach dem Motto: geboren als Mensch, entwickelt zum Deutschen, geformt zum Vollstrecker)“. 

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